AUS
DER SICHT
DES BETREUERS .......
WIENER
LIGA 3er - 1. RUNDE
Am Sonntag 10.00 Uhr wurde es für Dennis Hofbauer, Leopold Grundschober und Dominic Litzka ernst. Nach der gelungenen Vorstellung in der 5er - 1. Klasse vor 2 Wochen mussten sie sich heute mit Österreichs Spitze messen (eigentlich nur Wiener, aber das ist zur Zeit die Spitze). In der Reserve spielte ein weiteres "heißes Eisen", Michael Loos dazu noch Mario Baumgartner, der später in den Prater zur Hausliga überwechselte und so einen möglichen Teameinsatz ausließ und Rapheal Rulz, unsere Hoffnung für die Zukunft.
Und der Tag begann zumindest für Dennis (217) und Leo (215) hervorragend. Dodo erwischte mit 138 einen eher schwachen Start. Dennoch gute 570 Mannschaftsleistung , damit aber leider keinen Punkt gegen BJB (615). Das nächste Spiel gegen Etoile 1 war für mich spielerisch und mental eines der besten des Tages. Dennis legte ein fehlerfreies Spiel mit 7 Spares hin (196) , Leo spielte erneut über 200 obwohl er im 5. Frame Nerven brauchte. Der 4er Pin konnte durch Mechanikerfehler erst im 3. Anlauf geräumt werden. Und schließlich steigerte sich auch Dodo auf 209 , nachdem er mit einem Split im 10. Frame ein höheres Resultat verhinderte. Dieses Spiel ging auch verdient mit 615 an uns. Das nächste Spiel gegen Stadlau zeigte uns ein bereits bekanntes Problem wieder auf : auftrocknenden Bahnen bzw. sich ändernde Verhältnisse machen uns zu schaffen. Dies wirkt sich in der 3er natürlich umso stärker aus, als man hier kaum Zeit hat, Fehler zu begehen. So gesehen waren auch die 517 nicht schlecht, aber eben deutlich zu wenig für diese Klasse und auch für Stadlau (642).
Aber wir hatten ja noch einen Trumph im Ärmel, besser in der Reserve. Also tauschten wir Dennis gegen Michael Loos. Dieser bedankte sich für seine Einwechslung mit 204, konnte aber auf Grund eines kollektiv vergeben 10er Frames die Mannschaft diesmal nicht zum Sieg über Strike & Spare führen. Am Ende fehlten 30 Pin zum Punktegewinn, aber 551 ließen hoffen.
Nun sollte das zumindest vom Ergebnis her schönste Spiel folgen. Michi legte 230 vor, Dodo erkämpfte 215, wobei er es immer noch an der gewohnten Sicherheit mangeln ließ. Diese fand aber Leo wieder und meldete sich mit 200 zurück. Mächtige 645 brachten uns den 2. Sieg dieses Tages.
Weitere mögliche Punkte vergab die Sportliche Leitung der Vienna Youngsters. Entgegen des bereits vor Spielbeginn angepeilten Wechsels nach 5 Spielen, unternahm ich nichts. Nach dem Motto "never change a winning team" übersah ich ganz, dass wir auf die Bahn zurückkehrten, die Dodo schon im Eröffnungsspiel 138 bescherte. Erst als er mich selbst - ganz beiläufig - darüber in Kenntnis setzte, wurde mir der Fehler schlagartig bewusst. Doch damit nicht genug. Der nächste Plan, Leo nach 6 Spielen und einem tollen Schnitt zu entlasten, musste verworfen werden, da er zur Zeit der Nervenstärkste zu sein schien. Aber selbst seine 246 reichten in dieser Partie nicht. So blieb die Wahl zwischen Dodo und Michi, der in dieser Phase mental auch nicht so recht überzeugen konnte. Also schickte ich im 5. Frame Dennis zum Einspielen. Aber aus Dummheit und Schaden (die Partie ging mit 569 : 649 verloren) nichts gelernt, wechselte ich nach Rücksprache mit Dennis diesen doch nicht ein. Die Angst, er könnte mit dem recht scharfen Finish der aufgetrockneten Bahnen (die übrigens recht gut hielten und sicher an keinem Punkteverlust Schuld tragen) nicht zurechtkommen, sowie der Hinweis meines Jugendtrainers Thomas Tybl - "ma tauscht vur der letzten Partie net aus !" - und wohl letztlich auch ein wenig Feigheit ließen mich in meinem Fehler verharren. Selbst unser Obmann, Fritz Schröder, konnte mich nicht eines Besseren belehren.
Also rein in die letzte Partie gegen Unistahl. Kampfgeist und Moral stimmten, doch die Möglichkeiten waren begrenzt. Leo spielte einmal mehr eine solide Partie (216) aber sowohl Michi als auch Dodo konnten ihre Stärken nicht ausspielen. Dass letztlich 2 Pin zum Sieg fehlten tut zwar weh, wenn man dabei aber bedenkt, dass Thomas Gross nach einem 7-ling und einem guten Ball der 7er stehen blieb, so ist das wieder relativ.
In Summe gesehen brauchen wir uns nicht zu verstecken. Ein weiterer toller Auftritt der Youngsters endete am vorletzten Tabellenrang. So komisch das klingt, aber es gibt Zuversicht, wenn man nicht optimal spielt und dennoch mitspielt. Leos 1448 waren ein Superscore, wenn jetzt noch die anderen mitspielen........................................
Können tun sie es, das haben sie schon mehrfach bewiesen. Ich freue mich jedenfalls schon auf die nächste Dreier Runde. Dann habe ich hoffentlich auch aus meinen Fehlern gelernt.
Wolfgang