ALLES NICHT SO EINFACH .......

Der heutige Spieltag in der 5-er brachte keine wesentlichen neuen Erkenntnisse. Dass man zum Gewinnen Spares braucht, weiß ja jeder Bowlingspieler. Und genau da hatten wir wieder mal unsere liebe Not. Wir gewannen zwar die erste Partie gegen Etoile mit 1023 : 918, doch sollte dies auch schon unser letzter Sieg dieses Tages sein. Und auch dieser basierte eigentlich auf einer Einzelleistung (299 von Michael Loos). Man merkt eben noch die mangelnde Routine, mit hohen Resultaten umzugehen - wobei ich ein Ergebnis knapp über 1000 nicht wirklich als hoch bezeichnen würde. Dennoch : solche Quoten führen danach meist zu "Abstürzen" - so folgten 2 Partien unter 900, was nirgendwo für einen Punkt reicht.

Was man aber auch erkennen kann, ist einerseits die spielerische Verbesserung und ein damit verbundener Aufwärtstrend bei Dominic Litzka und Leo Grundschober. Dodo hatte nach dem Training mit Bill Taylor als einer von wenigen dessen Ratschläge beherzigt, Rückschläge in Kauf genommen und hart danach trainiert. Jetzt beginnt er langsam die ersten Früchte zu ernten. Gratuliere zu seiner Geduld und v.a. seiner Einstellung zum Sport. 

Auch Leo ist ein beherzter Trainierer, der nicht zuletzt auch durch die Unterstützung von Robert Halda ein wenig an Sicherheit dazu gewonnen hat. Auch bei ihm ist zu sehen, dass konsequente Arbeit auf Dauer zum Erfolg führt.

Was Loos Michi zu leisten im Stande ist, hat er nicht erst mit seinen heutigen 299 bewiesen. Schon bei der Champions Round Robin im Dezember hat er groß aufgezeigt - ABER immer auf seiner Lieblingslinie. Was nicht abwertend zu sehen ist. Im Gegenteil : er zeigt uns damit vor, was eigentlich möglich ist, wenn man die Gunst einer entgegenkommenden Bahn zu nützen in der Lage ist. Wenn er jetzt noch lernt, auch bei schwierigen Verhältnissen ein angemessenes Score zu werfen, dann wird auch er einmal zu den Verfolgern von Thomas Gross zählen.

Andererseits ist aber auch zu sehen, wie sehr den anderen Spielern, die ebenfalls immer ihr Bestes geben und tapfer kämpfen, aber auch den oben Genannten das qualifizierte Training mit Thomas Tybl fehlt. Wenngleich ich alles versuche, meinen Spielern ein gutes Umfeld zu schaffen und mich dezent als Coach ins Geschehen einbinde - diese Lücke kann ich, kann keiner von uns schließen.

Daher bin ich besonders froh, dass wir in den Semesterferien wenigstens für 4 Tage die Möglichkeit haben, zumindest einen Teil des Versäumten aufzuholen. Nach diesem Intensivtraining in Linz mit Thomas und Niki können wir hoffentlich, vielleicht, möglicherweise aber sicher gut vorbereitet versuchen, wie der PHOENIX aus der Asche zu steigen.

Denn ich bin nach wie vor überzeugt, dass diese Kinder Zukunft haben. Bei manchen hat sie sogar schon begonnen.