1  JAHR VIENNA YOUNGSTERS

EIN RÜCK- UND AUSBLICK

Das Meisterschaftsjahr in den Mannschaftsbewerben ist also für die "Youngsters" vorüber. In beiden Klassen am letzten Platz sagt auf den ersten Blick : zu schwach.

ABER : Man darf nicht außer Acht lassen, dass

  • diese Mannschaft erstmals in dieser Zusammensetzung eine ganze Meisterschaft gegen routinierte Erwachsene gespielt hat.

  • wir nicht immer in Optimalbesetzung spielen konnten.

  • Christoph Oralek erst für das Saisonfinale wieder für's Bowling gewonnen werden konnte. Was er dann bei der Österreichischen Jugend MS und in den letzten beiden Runden 5-er geworfen hat, zeigt, was uns gefehlt hat .

  • Alexander El Badramani nach gutem Beginn verletzungsbedingt eine mehrwöchige Pause einlegen musste und erst in der nächsten Saison wieder zur Verfügung steht.

  • es für Jugendliche schwer ist, sich einen ganzen Sonntag voll zu konzentrieren. Dieses Problem war daran deutlich zu erkennen, dass wir die stärksten Partien immer am Vormittag spielten (3 mal über 1000 und einmal 1155 !!!)

  • sich alle Spieler im Laufe der MS weiterentwickelt haben. Hätten wir von Anfang an so gespielt, wie in der zweiten Saisonhälfte, die Youngsters wären jetzt mit Sicherheit in Innsbruck dabei.

  • es ganz einfach eben noch Kinder sind (auch wenn sich Dodo für erwachsen hält).

Wenngleich es immer etwas zu kritisieren gibt, so bin ich im Großen und Ganzen mit der heurigen Saison zufrieden. Die Burschen haben gezeigt, was in Ihnen steckt, haben die eine oder andere Überraschung geliefert, haben manche Teams wirklich ärgern können (Etoile 1 verlor in der  Wiener Liga 3-er 3 von 4 Begegnungen, ebenso HW 17) und zeigten immer wieder mit tollen Einzelergebnissen auf (zu Saisonbeginn Leo, danach Michi und im Finish Dodo und Christoph).

Was wir jetzt brauchen ist Ruhe und Vertrauen, um diese Mannschaft zu festigen. Ich will vermeiden, dass der eine oder andere Spieler zu schnell "groß" wird. Um gute Leistungen konstant bringen zu können bedarf es einer gewissen Reife. Und die können die Burschen in der nächsten Saison unter der gewohnten Betreuung erlangen.

DAHER eine Bitte : bei allem Verständnis, welches ich für die Sorgen anderer Vereine habe und ohne meine Worte zu vergessen (der BSC Phönix soll Sprungbrett für die Jungen sein, nach oben zu kommen) ersuche ich dennoch alle Sportobmänner diese Mannschaft noch ein Jahr beisammen zu lassen. Auch wenn einige Spieler durchaus eine Verstärkung für die eine oder andere Mannschaft wären, sie sind in einem Jahr noch stärker. Es ist jetzt einfach noch zu früh. Außerdem halte ich es für die gesunde Entwicklung des Selbstbewusstseins gefährlich, wenn 14-jährige wie "Stars" behandelt werden. Man darf sich dann über größenwahnsinnige Aussagen mancher Jugendlicher nicht wundern.

In diesem Sinne verabschiede ich mich für die heurige Saison von den Fans der "Vienna Youngsters". Ich danke allen, die uns unterstützt haben und es noch tun werden und ganz besonders meiner Mannschaft, die mir neben einigem Ärger auch viele schöne Sonntage geschenkt hat !

 Wolfgang