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Wie so oft hab ich mir auch
diesmal wieder die Zeit genommen, einen kleinen Bericht zu schreiben.
Diesmal über die Wiener Meisterschaft der Jugend. Gleich vorweg, die
Teilnehmerzahl war nicht berauschend, aber der Bewerb sollte für die
Zuschauer doch ganz schön werden und für die Spieler ein Kampf um
jeden Pin. Bei der männlichen Jugend waren gar nur 7 Spieler genannt,
wobei Alexander Rauscher nicht teilnehmen konnte und somit nur 6 Spieler
überblieben. Dieses halbe Dutzend an Spielern fand ihre erste
Herausforderung schon in der ersten Runde dieses Bewerbs, der aus zwei
mal sechs Spielen Qualifikation und einem Step-Ladder-Finale der ersten
drei bestand. Die erste Runde wurde im Prater gespielt und ich dachte
bis dahin eigentlich, dass ich in dieser Halle weiß, was ich tue, aber
damit habe ich mich leider geirrt, denn die Bahnen waren auch für mich
eine Überraschung. Ich tat mir genauso schwer wie der Rest der Jugend,
nur Dominik Litzka fand eine Linie, die ihm ein etwas höheres Ergebnis
brachte. So war Dodo nach diesen 6 Spielen mit zirka 1160 vor mir (1077)
in Führung. Von meinem zweiten Platz bis zum letzten nach dem ersten
Tag, Michael Loos, waren es gerade einmal etwas mehr als 40 Pins, was in
den weiteren 6 Spielen sicher aufzuholen war. Am Sonntag in der Florido
konnte man ja dann auf höhere Ergebnisse hoffen, doch wieder lag ich
falsch, ich fand zuerst keine Linie, konnte mich in den letzten 3
Spielen aber steigern und kam auf 1217. Doch auch hier spielte Dodo das
höchste Ergebnis und kam auf insgesamt 2403, womit er bei weitem der
Einzige über 200 Schnitt war, denn ich wurde mit 2294 Quali-Zweiter und
Michael Loos mit 2220 Dritter. Dann kam das Step-Finale. Im ersten Spiel
hatte ich Michi als Gegner, und ich wusste, dass es ein harter Kampf
werden würde, denn sowohl Michi als auch ich selbst haben gegen Ende
der Qualifikation gute Linien gefunden. So kam es auch. Beide begannen
gut, nach 5 Frames hatte ich einen leichten Vorteil, nachdem ich aber am
7. und 8. Frame jeweils den Ball nach rechts verlegte konnte ich aus
diesen beiden Frames "nur" 8-Spare rausholen und es schien
für mich, als würde Michi jetzt einen Vorteil haben, denn ich wusste
nicht recht, ob ich diesen Fehler noch einmal machen würde oder nicht
und Michi traf die Gasse perfekt. Ich beschloss, mich im 9. Frame um 2
Board zu verstellen und bekam prompt ein Strike. Auch im 10. Frame
konnte ich striken und zwang Michi damit zu einem Zwilling und 8 Pins um
das Match zu gewinnen. Als Michi den ersten Ball spielte, dachte ich,
jetzt ist es aus, denn er war wirklich gut, aber der 10er-Pin stand,
keiner wusste warum, denn selbst ich dachte er fällt, aber ich hatte
halt das Glück und gewann. Im Finale spielte ich dann gegen Dodo. Er
hatte das ganze Wochenende immer eine Linie, die um einiges besser war
als meine, aber in diesem Finale hatte ich die Nase vorn, Dodo war nicht
so locker wie vorher, spielte aber trotzdem nicht schlecht, und mit 421
auf diese 2 Spiele kann man sich nicht als Verlierer fühlen, denn es
gab bei den Erwachsenen schon schlechtere Ergebnisse in einem solche
Finale. Ich spielte übrigens 447 in diesen 2 Spielen und wurde damit
Wiener Jugendmeister, aber ich freue mich schon auf die ÖM, denn es
gibt einige Spieler, die mich gern von Platz 1 verdrängen würden und
auch das Zeug dazu haben. Ich werde mein bestes geben und hoffe es
werden sich auch einige Leute in die Halle trauen, denn dieses Finale
war wirklich sehenswert. Robert
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