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WIENER
JUGENDMEISTERSCHAFTEN EINZEL Nachdem heuer dieser Bewerb seinem Namen
völlig gerecht wurde, weil keine Junioren am Start waren, was
verschiedene Gründe hatte, konnten sich eben diese Jugendlichen
besonders in Szene setzen. Doch auch die unter dem Überbegriff
"Jugendliche" inkludierten SchülerInnen zeigten auf und gaben
der Hoffnung wieder einmal Nahrung, dass hinter der jetzigen Generation
doch noch was nachkommen wird. Ähnliches hoffte man
auch nach der Silbermedaille in Holland und man sollte bislang ja
nicht enttäuscht werden. Nun
zum Bewerb selbst : Dieser wurde an 2 Tagen zu je 6 Spielen
ausgetragen. Am SAMSTAG musste ein 6er-Zug in der Praterhalle
absolviert werden, was sich für fast alle als äußerst schwierig
erwies. Einzig Dodo, der ein passables Ergebnis auf die Bahn legen
konnte. Dass die Praterhalle derzeit sicher die schwerste Wiener Halle
ist, bestätigen gerne auch zahlreiche Erwachsene, die am
vorangegangenen Wochenende bei der Rangliste ihre blauen Wunder
erlebten. Dennoch bin ich der Meinung, dass qualitativ gute Spieler wie
Robert May oder Michael Loos in erster Linie an ihrer mentalen
Einstellung "gescheitert" sind. Bowler von dieser Qualität
sollten ihr Wissen besser für sich nutzen können und gerade bei
schwierigen Verhältnissen ihre Vorteile ausspielen - so wie es Dodo
getan hat. Jetzt aber genug der Kritik. Wenn ich an so
manche Aussagen von "Bundesligaspielern" am vergangenen
Sonntag denke (Bin Laden...etc..) so kann ich es meinen Jungen gar nicht
verdenken, ähnliches Verhalten an den Tag zu legen. Ich muss es bloß
nicht tolerieren.............. SONNTAG
in der Florido war ursprünglich Quotenjagd angesagt - Schnitthatz´n -
wie man so schön sagt. Aber schmek´s. Auch hier war es diesmal gar
nicht so geschenkt, wie man es erwartet hatte. Die Teilnehmer hatten
auch hier mit wechselnden Bahnenverhältnissen zu kämpfen und einmal
mehr war es Dodo, der sich darauf am besten und schnellsten einstellen
konnte. Bei den Schülern setzten Mario Baumgartner
und Georg Hochmeister die Akzente und bei den Damen dominierten
Jacqueline Broinger und Carina "Putzi" Reitgruber. Nach dem zweiten 6er-Zug am Sonntag, war bei
den Schülern die Entscheidung gefallen. Auf Beschluß des anwesenden LV
- Wien Präsidenten Max Kugel wurde bei den Schülern das Stepfinale
ausgelassen und der Sieger aus 12 Spielen gekürt. Mario Baumgartner vor
Georg Hochmeister (beide BSC Phoenix Wien) und Patrick Schlosser (Black
Jack) bildeten das Siegertrio. An 4. Stelle der junge Raphael Rulz, der
heuer erst mit dem Bowlingspiel in der Bowlingschule bei Gerry Fuchs
begonnen hat und jetzt sein hervorragendes Debut gab. Bei den Damen ging der Sieg ebenfalls an BSC
Phoenix Wien, da sich Carina im Stepfinale sowohl gegen Corinna Charvat
als auch Jacqueline Broinger (beide Black Jack) durchsetzen konnte. Der
spielerische Höhepunkt
war aber eindeutig das Finale der männlichen Jugend. Nicht nur die
Scores, sondern auch das spielerische Niveau waren hier recht hoch.
Robert May, der als Zweiter ins Step ging hatte mit Michael Loos einen
mehr als ebenbürtigen Gegner. Mit einer seiner besten Partien seit
langem sah Michi schon fast wie der Sieger aus. Doch im 9. und 10. Frame
bewies Robert seine Klasse und auch Nervenstärke und setzte Michi mit 4
Strikes in Serie (235) unter Druck. Als dieser mit einem perfekten Ball
zu kontern schien, ließ ein gnadenlos stehender 10-er Pin alle Träume
vom Finale platzen. 206 Pin reichten letztlich nur für den
(unglücklichen ) 3. Platz für den BSC Phönix Spieler. Nun
aber sollte der Kampf erst richtig losgehen. Dominc Litzka, der die
beiden Vorrunden dominierte und mit über 100 Pin Vorsprung auf Robert
ins Finale ging, war der Favorit. Doch einmal mehr bewies Robert
Courage und auch Qualität. In einem hochklassigen Finale, dass
einem der Allgemeinen Klasse sicher um nichts nachstand, konnte er Dodo
mit 447 zu 421 Pin vom fast sicheren Thron stoßen. Der Wiener Jugendmeister 2001 heißt Robert
May (BC Unistahl) und wir gratulieren herzlich. Ebenso gratulieren
wir Dominic Litzka (BSC Phönix Wien) zum 2. Platz und zu
der hervorragenden Leistung in der Vorrunde. War er doch der einzige
Spieler im ganzen Feld mit 200 Schnitt. Zumindest bei der Jugend ist
diese Marke doch noch Gradmesser. Und natürlich dürfen wir den
glücklosen Michael Loos als Drittplatzierten nicht vergessen,
der, wenn er öfters so spielen würde wie in diesem Stepfinale, ein
heißer Tipp für die Jugend Staatsmeisterschaft ist. Alle,
die dieser Meisterschaft aus verschiedensten Gründen fernblieben, kann
ich nur auffordern : BITTE meldet Euch zahlreich zur ÖM im Jänner
2001 . Denn je größer das Teilnehmerfeld, desto größer die
Herausforderung. Und genau die suchen wir und brauchen wir, wenn wir im
August in Mailand bestehen wollen. Beim heutigen Qualitätsniveau der
Jugend sind diese Meisterschaften sicher kein Kinderspiel oder eine
lästige Pflichtübung. LIEBE Eltern und Vereinsobmänner ! Lasst eure
Kinder sich auch untereinander messen. Jugendbewerbe sind keine
Konkurrenz zu anderen ÖSKB oder Hallenliga Bewerben. Sie sind auch kein
kindischer Zeitvertreib. Sie sind die einzig mögliche
Standortbestimmung in einer durchaus existenten, wenngleich imaginären,
Jugend - Rangliste. Und sie fördern die Gemeinschaft unter den
Jugendlichen. Ich könnte noch mehr positive Aspekt aufzählen, aber ich
glaube, dass Ihr das auch alleine könnt. Mit der Hoffnung auf eine überdrüber-großartige
Jugend Staatsmeisterschaft mit Riiiiesenbeteiligung gratuliere
ich nochmals allen Gewinnern !!! P.S.
Einer der größten Gewinner ist der Österreichische
Bowlingsport.
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